Milzabszess


Originalbefund:
Im Fundamentalbild (B-Bild) zeigt sich ein echoarm-echofreier Bezirk am unteren Milzpol mit Lufteinschlüssen von ca. 26mm Durchmesser. Von diesem zieht eine ovaläre Struktur, die über eine kleinste Verbindung mit dem Abzess in Verbindung zu stehen scheint, zur linken Flexur. Weiter dorsal ein echoarmer-freier Bezirk ovalär von ca. 44x22 mm Durchmesser in der Milz subcapsulär, DD: weiterer Abszess oder zystische Läsion. Nach KM-Gabe reichert der Abszess zirkumferenziell deutlich im Randbereich KM an, die anderen beiden Strukturen nur gering.
Beurteilung: Milzabszess mit V.a. Fistel von der linken Flexur zum Milzunterpol


Kommentar: Bereits die Befunde im B-Bild (echoarm-echofreier Bezirk mit Lufteinschlüssen) legt in diesem Fall die Diagnose eines Abszesses nahe, eine fehlende Anreicherung in der KM-Sonographie gibt hier noch etwas mehr diagnostische Sicherheit. Die fehlende randständige Mehranreicherung bzw. Lufteinschlüsse der zweiten Läsion könnten dafür sprechen, dass es sich hierbei um eine blande Zyste handelt. Eine Fistelöffnung ließ sich endoskopisch im Bereich der linken Colonflexur nicht nachweisen, so dass von einer "blanden" entzündlichen Mitbeteiligung des Colon ausgegangen werden muss.
MRT Oberbauch mit Kontrastmittel
Befund MRT: In der unteren Hälfte der Milz zeigen sich zwei ovaläre Flüssig-keitsstrukturen, von denen die vordere etwas inhomogener erscheint und kleine Lufteinschlüsse enthält. Am unteren Milzrand beginnend zeigt sich eine bis zu 2 cm breite Flüssigkeitsstraße, die sich über eine Strecke von ca. 5 cm bis zum Colon deszendens verfolgen lässt. Diese reichert randständig Kontrastmittel an.


Untersuchung: B-Bild
Gerät: Philips iU22
Untersuchung: Kontrastmittelsonographie
Gerät: Philips iU22
Kontrastmittel: Sonovue
Phase: arteriell und portalvenös
Lokalisation: Unterer Milzpol
Untersuchung: Kontrastmittelsonographie
Gerät: Philips iU22
Kontrastmittel: Sonovue
Phase: venös
Lokalisation: Unterer Milzpol
Untersuchung: Kontrastmittelsonographie
Gerät: Philips iU22
Kontrastmittel: Sonovue
Phase: spätvenös
Lokalisation: Unterer Milzpol

Milzhämangiom


Originalbefund:
Im oberen Milzdrittel finden sich im B-Bild 2 rundliche, glatt berandete, echoreiche Strukturen, vereinbar mit Hämangiomen. Nach Gabe von 2,5ml Sonovue kommt es zu einem leichten Flush im Bereich der Läsionen (light-bulb-Phänomen), ein zuführendes Gefäß kann nicht identifiziert werden. Die Läsionen bleiben auch spätvenös leicht hyperkontrastiert, kein Auswaschphänomen. Vom sonographischen und Kontrastmittel-sonographischen Aspekt handelt es sich um Hämangiome der Milz.
Beurteilung: Zwei Milzhämangiome im oberen Drittel der Milz


Kommentar: Anders als bei Hämangiomen der Leber lässt sich bei Milzhämangiomen in der Regel kein zentripetales Anreichern des Kontrastmittels (Irisblendenphänomen) darstellen - wie auch in diesem Beispiel. Klar gegen ein Malignom spricht jedoch das Fehlen eines pathologischen Wash-Out. Lesen Sie hier die Charakteristika dieser und anderer Milzläsionen nach!
Milzhämangiom, Untersuchung: Computertomographie, Phase: arteriell, Schnittebene: axial
Milzhämangiom, Untersuchung: Computertomographie, Phase: arteriell, Schnittebene: frontal
Untersuchung: Computertomographie
Phase: arteriell
Schnittebene axial (links), frontal (rechts)