HCC auf dem Boden einer ethyltoxischen Leberzirrhose


Originalbefund: In Segment VI findet sich eine mind. 35 mm große (nach SonoVUE 42 mm), echoreiche, kugelige Raumforderung mit Halo, die die Oberfläche der zirrhotischen Leber vorwölbt und nach dorsal (=intrahepatisch) unscharf begrenzt ist. Nach Applikation von 2,5 ml SonoVUE zeigt sich ab 12 sec post injectionem ein chaotisches, arterielles Anfluten, wodurch die Raumforderung aus der umgebenden Leber hervortritt. Anschließend speichert die Läsion SonoVUE und zeigt erst ab frühestens 3 min post injectionem., deutlicher ab 4 min post injectionem. ein wash-out. In der Spätphase zeigen sich in der Leber ansonsten keine weiteren Raumforderungen (bei bereits schlechter Kontrastierung nach 5 min post injectionem.).


Kommentar: In der früharteriellen Phase sind hepatozelluläre Karzinome wegen der arteriellen Hypervaskularisierung durch starke Anreicherung zu erkennen. In der portalvenösen Phase erscheint das Echomuster iso- oder hypoechogen.

Untersuchung: Kontrastmittelsonographie | Split-Mode (B-Bild rechts)
Gerät: Siemens Acuson S2000
Kontrastmittel: Sonovue
Phase: Arteriell und portalvenös
Lokalisation: rechter Leberlappen
Untersuchung: Kontrastmittelsonographie | Split-Mode (B-Bild rechts)
Gerät: Siemens Acuson S2000
Kontrastmittel: Sonovue
Phase: spätvenös
Lokalisation: rechter Leberlappen

Beurteilung des Ablationserfolgs nach transarterieller Chemoembolisation bei bekanntem HCC


Originalbefund: Es wird erneut der Knoten im Lappenübergangsgebiet untersucht. Beim Durchmustern der Leber sonst bei dtl. eingeschränkter Beurteilbarkeit keine weiteren HCC-verdächtigen Herde. Nach Gabe von Sonovue kommt es zu einem arteriellen Anfluten des HCC-Knotens im Randbereich, im Verlauf dann in der venösen Phase vergrößert sich das kontrastmittelfreie Zentrum von 2,8 x 1,9 cm Durchmesser auf 3,2 x 3,3 cm Durchmesser, entsprechend einem Auswaschphänomen, somit erneut vitales Tumorgewebe im Randbereich.
Beurteilung: V.a. Lokalrezidiv im Randbereich des bekannten HCC


Kommentar: Nach erfolgreicher Chemoembolisation der zentralen Anteile stellen sich diese avaskulär dar. Allerdings zeigen die Randbereiche weiterhin ein HCC-typisches Kontrastmittelverhalten, so dass hier weiterhin von vitalem Tumorgewebe auszugehen ist.
Fortbestehendes HCC nach lokalablativer Maßnahme (transarterielle Chemoembolisation, TACE). Split-Mode, Gerät Siemens Acuson S2000, Phase: Arteriell
Fortbestehendes HCC nach lokalablativer Maßnahme (transarterielle Chemoembolisation, TACE). Split-Mode, Gerät Siemens Acuson S2000, Phase: Venös
Untersuchung: Kontrastmittelsonographie | Split-Mode (B-Bild rechts)
Gerät: Siemens Acuson S2000
Lokalisation: Grenze linker/rechter Leberlappen
Phase: arterielle Phase (oben) und spätvenöse Phase (unten)

Untersuchung: Kontrastmittelsonographie | Split-Mode (B-Bild rechts)
Gerät: Siemens Acuson S2000
Kontrastmittel: Sonovue
Phase: Arteriell und portalvenös
Lokalisation: Grenze linker/rechter Leberlappen
Untersuchung: Kontrastmittelsonographie | Split-Mode (B-Bild rechts)
Gerät: Siemens Acuson S2000
Kontrastmittel: Sonovue
Phase: spätvenös
Lokalisation:Grenze linker/rechter Leberlappen

Tumorzapfen eines hepatozellulären Karzinoms in der Vena cava inferior


Originalbefund: Letztlich kann die VCI im Querschnitt ausreichend eingesehen werden: es zeigt sich nahezu das gesamte Lumen ausfüllend eine echoarme, nicht- flottierende Struktur, die im FKDS sichelförmig umspült wird. Die regelrecht perfundierten Lebervenen münden in das Restlumen ein. Nach Applikation von 2,5 ml kann trotz der weit dorsalen gelegenen VCI eine ausreichende Bildqualität erreicht werden. Es zeigt sich in der Struktur in der VCI eine KM-Aufnahme innerhalb der ersten 60 sec pi. Ab 180 sec pi. kommt es dann zu einem langsamen, später deutlichem washout bis zum Untersuchungsende bei 300 sec pi. Somit V. a. HCC-Tumorzapfen in der VCI.


Kommentar: Differentialdiagnostisch ist hier insbesondere eine paraneoplastische Thrombose in Erwägung zu ziehen. Eine Kontrastmittelaufnahme in der entsprechenden Struktur mit entsprechendem Washout spricht aber deutlich für Anteile des genannten HCC.
KM-Sono HCC Tumorzapfen Farbdoppler
KM-Sono HCC Tumorzapfen Spätphase
20170727_HCC_Tumorzapfen_Split-Mode1
20170727_HCC_Tumorzapfen_CT


Untersuchung: Kontrastmittelsonographie | Split-Mode (B-Bild rechts)
Gerät: Siemens Acuson S2000
Kontrastmittel: Sonovue
Phase: Arteriell und portalvenös
Lokalisation: Grenze linke/rechte Leberhälfte (Seg. IV zu V/VII)
Untersuchung: Kontrastmittelsonographie | Split-Mode (B-Bild rechts)
Gerät: Siemens Acuson S2000
Kontrastmittel: Sonovue
Phase: spätvenös
Lokalisation: Grenze linke/rechte Leberhälfte (Seg. IV zu V/VII)

Histologisch gesichertes sarkomatoides HCC ohne zugrundeliegende Leberzirrhose


Originalbefund: Große Raumforderung im rechten Leberlappen mit echoarmem Randsaum und Ausspannung der Gefäßarchitektur, inhomogen mit teils echoarmen Anteilen. Nach KM-Gabe kommt es zu einem frühen arteriellen Enhancement (nach 18s ist die Läsion schon KM-angereichert), die diffus einströmt, kein zuführendes Gefäß erkennbar. Im Verlauf zeigen sich nicht kontrastierte Randareale (DD Nekrosen), die Läsion wäscht frühvenös aus (bereits nach 1:20min dtl. KM-Auswaschung).
Beurteilung: Hochgr. V.a. Malignom im rechten Leberlappen, vom KM-Verhalten vereinbar mit einem HCC auf dem Boden einer gesunden Leber.